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Herzogenmühle
Zürich

Wettbewerb: 2008
Realisierung: 2009–2010
Bauherrschaft: Stadt Zürich

Im Schatten des Zürichbergs wuchs Schwamendingen zu einem Potpourri der Baustile. Was als Strassendorf begann, nahm im 20. Jahrhundert eine rasante Entwicklung als Gartenstadt, die nun verdichtet wird. Neben der Schule Auhof von Ernst Gisel aus den Fünfzigern und Hochhausschei­ben der Sechziger findet sich unweit des Zentrums das Wohnhaus an der Herzogenmühlestrasse 25. Erbaut 1832, repräsentiert das Bauernhaus mit der angebauten Scheune ein typisches En­semble entlang der alten Landstrasse von Zürich nach Winterthur. Nach einem Brand 2006, dem die Scheune zum Opfer fiel und der den Wohnteil stark beschädigte, lobte die Stadt Zürich ein Planerwahlverfahren aus, das 2008 gewonnen werden konnte.

Die Scheune wurde in ihren ursprünglichen Umrissen und der statischen Einteilung in vier Felder, wieder aufgebaut. Die architektonische Ausformulierung der seitlichen Gimwände mit tropfenför­migen Öffnungen zeigt den Anspruch nicht nur Luft, sondern auch Licht ins Innere zu holen. Die rötlich schimmernde Lärche und die eigens entworfenen Leuchten verwandeln den halböffentli­chen Raum des Nachts zu einer Laterne. Das Wohnhaus wurde aufwändig saniert und mit grosser Sorgfalt in Stand gesetzt. Das ursprüngliche Krallentäfer, die Tapeten aus dem Gartenzimmer-Um­bau von 1931 und die zeitgemässen Bäder und Küchen wurden zu einem Ganzen verwoben. Auf engstem Raum findet sich eine überraschende Vielfalt an Oberflächen und Elementen. In diesem Sinne reflektiert das von aussen gesehen unscheinbare Haus die Geschichte von Schwamendin­gen: Spuren des frühen 19. Jahrhunderts, die Gemütlichkeit des 20. Jahrhunderts und die heutige Architektursprache treten in einen Dialog.

Schwamendingen begann als Strassendorf, nahm im 20. Jahrhundert eine rasante Entwicklung als Gartenstadt und wird heute verdichtet. Diese Entwicklung wird exemplarisch am Wohnhaus, an der Herzogenmühle- strasse 25, ablesbar. Erbaut 1832, gehört es zu den ältesten Bauernhäusern des Ortes, erfuhr 1931 einen Umbau mit Gartenzimmer und wurde nun, nach einem Brand 2006, aufwändig und sorgfältig saniert und ausgebaut. Die ausgebrannte Scheune wurde, in ihren ursprünglichen Umrissen, wieder aufgebaut. Die seitlichen Gimwände holen Licht und Luft ins Innere und verwandeln sie des Nachts zu einer Laterne.

Team:
Christina Sulzer, Anita Emele, Yungfang Xu
Projektleitung: Christiane Illnig


In Zusammenarbeit mit:
Caretta Weidmann Baumanagement, Zürich; Makiol Wiederkehr Holzbauingenieure, Beinwil

Herzogenmühle, Zürich
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