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Kastellweg
Winterthur

Wettbewerb: 2010
Realisierung: 2010–2014
Bauherrschaft: GAIWO
Auszeichnung: Anerkennung Architekturpreis Winterthur 2016

Entstanden aus der Wohnungsnot im Winterthur der 1950er Jahre, setzt sich die Genossenschaft GAIWO für den Bau von altersgerechten Wohnungen ein. Indem bevorzugt Personen aufgenommen werden, deren ehemalige Wohnungen von Familien benutzt werden können, leistet sie einen Beitrag zur Minderung der aktuellen Wohnungsknappheit. Mit dem 2014 eingeweihten Neubau am Kastellweg 10 in Oberwinterthur, der aus einem 2010 gewonnenen Wettbewerb entstand, durften wir unsere Vision eines gemeinschaftlichen Wohnens im Alter umsetzen.

Der an die Grenze zum feinkörnigen Dorfkern gesetzte dreigeschossige Neubau reagiert über seine volumetrische Gliederung auf die unterschiedlichen Gebäudegrössen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Das Wohnhaus ist im Splitlevel organisiert und bettet sich in die leicht ansteigende Hanglage ein. Über das natürlich belichtete Treppenhaus werden auf den versetzt angeordneten Podesten jeweils drei Wohnungen erschlossen. Durch den tiefen Gebäudekörper, die mehrseitige Orientierung der Wohnungen und die Ausnutzung des Dachgeschosses mit Dachgauben und Einschnitten, entsteht für die 22 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen eine bereichernde räumliche und typologische Vielfalt. Dank der Aufgliederung des Baukörpers erhalten alle Wohnungen des Hauses ihre eigene, beinahe zimmergrosse Hausecke, in der sie entweder über eine Loggia oder eine windgeschützte Terrasse ganzjährig mit dem Aussenraum und der Nachbarschaft in Kontakt treten können. Das Haus schafft sowohl physische als auch soziale Hürden ab, indem das Augenmerk auf den Übergängen und Schwellenräumen liegt.

Entstanden aus der Wohnungsnot im Winterthur der 1950er Jahre, setzt sich die Genossenschaft GAIWO für den Bau von barrierefreien Wohnungen ein. Mit dem 2014 eingeweihten Neubau am Kastellweg in Oberwinterthur durften wir unsere Vision eines gemeinschaftlichen Wohnens im Alter umsetzen. Der an die Grenze zum Dorfkern gesetzte Neubau reagiert über seine volumetrische Gliederung auf die unterschiedlichen Häuser der Nachbarschaft. Durch die mehrseitige Orientierung der 22 Wohnungen mit Loggias, profitieren die Wohnenden von vielfältigen sozialen und räumlichen Beziehungen.


Team:
Christoph Schmid
Projektleitung: Beat Scheu


In Zusammenarbeit mit:
Armon Semadeni Architekten, Zürich; Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich; Holzbaubüro Reusser, Winterthur

Kastellweg, Winterthur
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